Albatros
BGF: 38.000 m²
Ort: Wien
Jahr: 2007

Kategorie                                 Bürobau
Bauherr Albatros Imo. Verwertung
Projektkosten € 70 Mio.
Ort Wien
Jahr 2007
BGF 38.000 m2

PROJEKTBESCHREIBUNG


Ein L-förmiger Baukörper entlang den hinteren Grundstücksgrenzen, parallel zu den in der Widmung festgelegten Durchgängen, stellt das robuste Rückrat dar und markiert an den jeweiligen Stirnseiten zur Paragon- bzw. Erdberstraße die Haupteingänge von jeweils ca. 12.500 m². Der 3. Haupteingang ist am Schnittpunkt der beiden Straßen gelegen.

Diese Haupteingänge als markante gläserne Einschnitte, akzentuiert durch elegante auskragende Flugdächer ermöglichen Ein- und Durchblicke bis ins Innere der Atrien. Die Strukturierung und Staffelung der baulichen Volumen entspricht dem übergeordneten städtebaulichen Leitbild und den Intentionen des Flächenwidmungs- und Bebauungsplanes, z.B. der Weiterführung der Sockelzone des Nachbarprojektes Adler-Ameise. Die Verteilung der Kubatur und der architektonische Gestus leitet sich von den funktionalen Anforderungen des Raumprogrammes und den städtebaulichen Bezügen des angrenzenden Stadtraums ab.

Im Innenhof sind in einer elliptischen Gebäudeform eine Reihe von Sonderfunktionen untergebracht. Es ist geplant für die 3 Großmieter Allgemeinfl ächen wie Mitarbeiterrestaurant, Cafeteria, Besprechungs- und Konferenzzentrum, Fitnessbereich, Concierge-Service und Repräsentationsfl ächen zur Verfügung zu stellen. Um der Stellplatzverpfl ichtung nachzukommen, wird das gesamte Grundstück mit einem Geschoss unterkellert und ca. 334 PKW Einstellplätze geschaffen. Neben der Garage sind im Untergeschoss auch Lagerräume sowie die erforderlichen Haustechnikräume situiert.

Als Ausgleich für die Nichteinhaltung der 10% unversiegelter Grundstücksfl äche lt. Wiener Bauordnung ist geplant, Landschaftsgestaltete Innenhöfe mit schattenspendenden Bäumen, Terrassenfl ächen und Wasserbassins zu errichten. Weiters werden alle Flachdächer begrünt und auf der Sockelzone zu den Nachbarn hin begrünte Rankgerüste ausgeführt. Die Oberflächenwässer werden in Versickerungsbrunnen geleitet. Die Hauptzugänge bilden die drei bereits beschriebenen verglasten Eingangshallen mit Stiegenhaus, Empfangsbereich und der Liftgruppe, bestehend aus drei Aufzügen mit verglasten Kabinen. Durch eine großzügige transparente Gestaltung sollen drei ‚Communicationpoints‘ entstehen, die neben der Erschliessungs-funktion einen Treffpunkt im Gebäude bilden. Jedem der drei Großmieter wird ein Communicationpoint (C1-3) als Haupteingang direkt zugeordnet.

Zusätzlich grenzen alle Großmieter an den Communicationpoint 4 (CP 4), der mit zwei Stiegenhäusern und einer 4-er Liftgruppe auch den Konferenzbereich im 7. Obergeschoß erschließt und von allen Mietern verwendet werden kann. Das Erschliessungssystem wird durch vier weitere innenliegende Stiegenhäuser ergänzt, die als Fluchtstiegenhäuser geplant sind.

Das Bürogebäude ist für drei Großmieter geplant; die Bürofl ächen der drei Mietbereiche liegen übereinander und werden durch einen Communicationpoint als Hauptzugang erschlossen. Durch das gewählte Erschliessungssystem ist aber auch eine Vermietung in kleineren Einheiten möglich. Jedes Geschoß kann im maximal 8 Mieteinheiten unterteilt werden, wobei jede Mieteinheit durch einen der vier Communicationpoints erschlossen wird und an ein Fluchtstiegenhaus grenzt. Das Gebäude ist als Stahlbetonskelettbau mit aussteifenden Kernen im Bereich der Stiegenhäuser und der innenliegenden Sanitärgruppen konstruiert. (Raster: ca. 8,10 m, Geschosshöhe: ca. 3,37 m)

Die Decken werden grundsätzlich als Stahlbetonfl achdecken ausgeführt; in Teilbereichen z.B. bei Gebäuderücksprüngen, den Communicationpoints oder der Garageneinfahrt sind Stahlbetonunterzüge zur statischen Verstärkung erforderlich. Im Konferenzbereich im 7. Obergeschoss sowie bei den großen Besprechungsräumen im 6. Obergeschoss sind Stahlbetonunterzüge geplant um große, zusammenhängende, stützenfreie Räume zu schaffen. In den Bürobereichen sind Stahlbetonparapete vorgesehen, die konstruktiv in die Stahlbetonstützen eingebunden sind. Das Untergeschoss wird als Dichtbetonwanne ausgeführt. Die nichttragenden Wände in den Untergeschossen werden als Betonsteinmauerwerk hergestellt. Im Bereich der Bürofl ächen sind im Regelfall horizontale Fensterbänder mit einer 2-schaligen Fassadenkonstruktion geplant. (Raster: 2,70m, Zwischenwandanschluss: alle 1,35 m möglich)

Die Fensterbänder bestehen aus einer wärmegedämmten Alu-Fensterkonstruktion an der Innenseite und im Abstand von 20 cm davor angeordneten Glasscheibe. Zwischen den beiden Glasebenen wird im hinterlüfteten Scheibenzwischenraum ein elektrisch angetriebener Sonnenschutz angeordnet, der dadurch vor Verunreinigungen und angreifendern Windlasten geschützt ist. Bauphysikalisch ist dadurch ein wirksamer aussenliegender Sonnenschutz gegeben (Ug= 1,1 W/m2K, g-Wert max. 0,50, z= 0,27, RW=41dB).In einem Gebäudeteil an der Erdbergstrasse sind vertikale Fensterschlitze mit einer geschosshohen Verglasung geplant. Die Verglasung der Fensterschlitze erfolgt mit einer vergleichbaren 2-schaligen Fassadenkonstruktion.

Entlang der Paragonstrasse ist bei dem in den unteren drei Geschossen vorspringenden Baukörper eine einschalige Fassade mit Sonnenschutzverglasung und starrem außenliegenden Sonnenschutz geplant. Dieser Fassadentyp wird auch bei den drei vorspringenden Erkern über dem 2. Obergeschoss verwendet.

ALLGEMEINBEREICH - COMMUNICATIONPOINTS

Die geschosshohen Verglasungen der Communicationpoints, der Verbindungsgänge un den Höfen und der Gemeinschaftsfl ächen (Foyers) im Erdgeschoss sind als einschalige Fassadenkonstruktionen in einer hochwertigen thermisch getrennten Aluminiumkonstruktion (Pfosten-Riegel-Konstruktion) mit Sonnenschutz-Isolierverglasung geplant (Ug= 1,1 W/m2K, g-Wert max. 0,25, RW=35dB).

INNENAUSBAU BÜRO

Die Bürobereiche sind klimatisiert und ermöglichen eine fl exible Nutzung mit Zellenbüros, Gruppenbüros und Großraumbüros. Die Bürofl ächen sind mit Doppelboden und abgehängter Metalldecke (Kühldecke) mit Bandraster ausgestattet 8Ausbauraster: 2,70 m, Deckenraster: 1,35 m, lichte Raumhöhe Büros: 2,80 m).

Trennwände sind in Gipskartonleichtbauweise vorgesehen. Doppelboden, Bandraster und Deckenschürzen ermöglichen eine hohe Flexibilität bei der Nutzung der Bürofl äche