Amtsgebäude Rossau
BGF: 7300 m²
Ort: Wien
Jahr: 2016

Kategorie                                 Büro
Bauherr BMLVS Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport 
Ort Wien
Jahr 2016
BGF 7300 m²

 


PROJEKTBESCHREIBUNG


 

Die Zielsetzung eines zweckmäßigen und zeitgemäßen Bürogebäudes wird mittels eines kompakten 5-geschoßigen Pavillons mit innenliegendem Atrium gewährleistet.

Die axiale Positionierung des Gebäudes wird so gewählt, dass die vorhandene statische Struktur der Tiefgarage bestmöglich integriert werden kann.

Die vorgeschlagenen Proportionen des Neubaus und die Abstände zum umlaufenden denkmalgeschützten Hof ermöglichen sowohl hervorragende Belichtungsverhältnisse und Ausblicksrelationen, als auch eine respektvolle Balance zwischen alter und neuer Bausubstanz.

Das äußere Erscheinungsbild des Pavillons wird, um eine möglichst leichte Wirkung, sowohl statisch als auch optisch zu erzielen, konsequenterweise als leichte Holzkonstruktion geplant.

Auf einer massiven Betonabfangplatte, die auf den vorhandenen Garagenstützen ruht, wird in den 5 Riegelgeschoßen diese filigrane Holzkonstruktion dem Bemühen nach Flexibilität, schneller vorgefertigter Errichtung und besonders angenehmen Raumklima gerecht.

Die Außenfassade, im Verhältnis 40% transparent zu 60% Holzsandwichpaneel, bewirkt ein luftiges, modernes Raumambiente, das durch außenliegende Jalousien sonnengeschützt und mittels öffenbarer Segmente natürlich belüftet werden kann.

Umlaufende 80 cm vorspringende Stahlschwerter unterstreichen die horizontale Schichtung des Baukörpers und verhindern den geschoßweisen Brandüberschlag.

Das Layout der Riegelgeschoße zeigt eine klassische Mittelganglösung mit der Positionierung der beiden Stiegenhäuser und der Sanitäranlagen in den Innenecken des Atriums.

Das Hauptstiegenhaus mit Duplexliftgruppe ist im südwestlichen Bereich verortet, wegen der unmittelbaren Nähe zum bestehenden Garagenausgang mit dazugehörigem Lift.

Der Erschließungsgang führt jeweils bis zur Außenfassade, um so natürliches Licht ins Innere zu führen und Orientierung nach außen zu gewährleisten.

An diesen Stellen sind jeweils Sonderfunktionen, wie Kopiernischen, Teeküchen und Meetingbereiche angesiedelt.

Die Anbindung zu Trakt 8 erfolgt im Bereich des Stiegenhauses. Zu Trakt 7 muss ein vorhandenes Büro zugunsten der Wegführung umgesiedelt werden, um den funktionell in sich geschlossenen Ablauf von Küche / Anlieferung / Warentransport nicht zu stören.

Die Stegverbindungen sind als abgehängte Stahlkonstruktionen mit entsprechenden Auflagern im Altbestand vorgeschlagen.

Die Brücke vom Hauptstiegenhaus in Richtung Speisetrakt kann optional mit einem offenen Freideck als Raucherbereich realisiert werden.

Die Flächen für Haustechnik sind einerseits im Erdgeschoß an die beiden Stiegenkerne angegliedert, andererseits über 2 Hauptverteilerschächte verbunden auf dem Dachgeschoß in offener Bauweise, nur durch einen niedrigen Sichtschutz verdeckt, angeordnet.