Siemens City Masterplan
BGF: 78.200 m²
Ort: Wien
Jahr: 2006

Kategorie                                 Bürobau
Bauherr Siemens AG
Projektkosten € 145 Mio.
Ort Wien
Jahr 2006
BGF 78.200 m2

Projektbeschreibung


ARCHITEKTONISCHER ANSATZ

Der städtebauliche Leitgedanke ist einerseits bestimmt durch die vorgeschlagene Dichteverteilung der Stadtplanung, andererseits beeinflusst durch das Thema der Außendarstellung bzw. der inneren Vernetzung und Kommunikation des Global Players Siemens. Die Öffnung des jetzt geschlossenen und gesicherten Areals und die Nord-Süd-Durchquerung mittels einer neuen öffentlichen Straße definiert mögliche Bauplätze. Bereits bei der Planung des Gebäudes wurde mit gutem Beispiel vorangegangen und auf eine nachhaltige Bauweise geachtet. Dafür wurde die Siemens City neben dem Green Building Certificate der Europäischen Kommission auch mit dem LEED-Gold Zertifi kat des U.S. Green Building Councils (USGBC) ausgezeichnet. Es ist damit das erste Bürogebäude seiner Art in Österreich mit dieser hohen Auszeichnung. (47 von 39 Punkten) Bürogebäude werden nach den Kriterien Grundstücksauswahl, Einsatz von Wasserressourcen, Energie und Klima, Materialien- und Ressourcenverwertung und Innenraumqualität beurteilt. Der städtebauliche Schwerpunkt der Gebäudestruktur liegt im Schnittpunkt der öffentlichen Infrastrukturanbindungen im Nordbereich der Liegenschaft. Hier setzt der Siemens Tower den städtebaulichen Akzent der campusartigen Anlage. Diesem angeschlossen sind modulare, autarke Pavillons entlang der verbindenden Communication Line aufgereiht, welche als grosßzügiger lichtdurchfluteter Bereich erlebbar ist. Der weit sichtbare Tower besteht aus zwei geknickten Flügel, die in einem Winkel von ca. 110° zueinander stehen. Diese schaffen hier eine einladenden, sich öffnenden Geste zur davor liegenden Plaza. Zwischen den Flügeln liegt eine Mittelzone mit Aufzügen/Schächten sowie drei übereinander liegender, jeweils dreistöckiger Skygardens, die die Horizontalaussteifung übernimmt. Die Geschossebenen verspringen in Längsrichtung der Flügel um 90cm je Stockwerk in Richtung Siemensstrasse, sodass sich eine Auskragung von ca. 11m ergibt. Die abgewandten Flügelenden sind entsprechend abgetreppt. Die so gestalteten Stirnfassaden sind zudem gegen die Längsachse verdreht. Die Stirnfassade des Nordflügels wird zusätzlich in der Decke über das 6.Obergeschoss entgegen der tieferliegenden Fläche verdreht, so dass in der Südwestfassade ein Sprung von ca. 11m entsteht. Die konstruktive Lösung für die Lastabtragung sieht hierbei ein Fachwerk aus schrägen Zug- und Druckstreben in der Fassadenebene vor. Die Innenstütze im Auskragungsbereich wird dazu von einem Überzug über der Dachdecke auf die Schrägstützen in den Fassaden transferiert.