Siemens City Masterplan
BGF: 78.200 m²
Ort: Wien
Jahr: 2006

Kategorie                                 Bürobau
Bauherr Siemens AG
Projektkosten € 145 Mio.
Ort Wien
Jahr 2006
BGF 78.200 m2

Projektbeschreibung


SIEMENS PLAZA

Die Qualität dieser öffentlichen Siemens-Plaza wird durch die Anordnung von Nutzungen wie Handel, Dienstleistung, Hotel / Boardinghouse, aber auch besonders durch Siemens-eigene öffentliche und halböffentliche Funktionen wie Siemens-Shop, Informationszentrum, Customer Relationship, Akademie, Siemens-Museum und Siemens-Forum bereichert. Eine zu einem späteren Zeitpunkt errichtete transparente Überdachung der S-Bahn- Station und direkte Zugänglichkeit sowohl zu den Handelsfunktionen als auch mittels Skywalk zur Communication Line bedeutet weitere Aufwertung und besonderen Komfort für die Siemens-Mitarbeiter.

SIEMENS VALLEY

Neben dem Thema der Communication Line ist das 2. Hauptthema der städtebaulichen Idee die Defi nition und Ausgestaltung des Siemens-Valley. Der Grüngürtel in Ost-Westrichtung und die vorhandenen grossen Wiesenfl ächen werden Ausgangspunkt für ein bestechendes Grünraumkonzept, das die Aussenraumbezüge städtebaulich attraktiv in Szene setzt. Durch Verschwenken der Hauptbebauungsstrukturen um ca. 12° von der Siemensstrasse ergibt sich ein Raumgewinn, der die Möglichkeit bietet, beidseits der Communication Line das Siemens - Valley tief mit der modularen Bebauungsstruktur zu verfl echten. Dabei entsteht eine überzeugende Campus-Struktur mit hohem Grünfl ächenanteil und Sicht und Funktionsbezügen zur Rückzugs- und Erholungslandschaft. In konsequenter Fortführung des Gedankens der Communication Line ergibt sich das Thema der annähernd verkehrsfreien Parklandschaft. Somit wird der notwendige Bedarf an Pkw – Stellplätzen in mehreren, jeweils 1 Untergeschoss tiefen Garagen organisiert. Das Aushubmaterial wird dazu verwendet, kleine Hügel und Erhebungen zur Strukturierung des Parks anzuschütten. Die notwendigerweise zu integrierenden Hallen 28 und 12, aber auch die neuen Parkhäuser sollen durch angeschüttete Sichtwälle an umfassenden Stützmauern als Teil des „Siemens Valley“ integriert werden. Der Übergang der Parklandschaft zur Communication Line bzw. die Blickbeziehung nach aussen wird durch vorgelagerte Wasserbecken (Refl exion Pools) gesteigert. Die Wasserflächen dienen einerseits zur Verbesserung des Mikroklimas, andererseits werden verschiedenste Funktionen der Infrastruktur wie Restaurant, ... aber auch Arbeitsplätze zum Wasser hin orientiert und ermöglichen einen harmonischen Übergang zwischen den High - Tech - Gebäuden und der sanften amorphen Hügellandschaft.

SIEMENS TOWER

Der Siemens – Tower setzt in seiner zeichenhaften Ausformulierung den städtebaulichen Akzent. Die architektonische Form ergibt sich aus der einladenden sich öffnenden Geste zur Hauptzugangsrichtung für Fussgänger von der Siemensstrasse/ bestehende S-Bahn - Station, das Hochziehen des Kommunikationsthemas in die Vertikale und die orthogonale Ausrichtung auf die Zufahrtachse Shuttleworthstrasse (die Haupt- Pkw- Zufahrt von der Stadt kommend) und in der grossräumigen Blickbeziehung zu Kahlenberg / Leopolsberg. Die Gestik stellt den Zusammenhang zwischen offener transparenter Unternehmenskultur und zukunftsorientiertem Mut und Pioniergeist. Die städtebauliche Signifi kanz entsteht aus dem Zusammenspiel der 4- bis 5- geschossigen Hauptstruktur der Pavillons „aufgefädelt“ an der Communication Line und dem 14-geschossigen Siemens - Tower im Verknüpfungspunkt.