TELECOM Austria
BGF: 73.000 m²
Ort: Wien
Jahr: 2003

Kategorie                                 Bürobau
Bauherr MC HENRY + MC ARTHUR IMO.
Mc BETH IMO.
KIRANDA IMO.
Projektkosten € 75 Mio.
Ort Wien
Jahr 2003
BGF 73.000 m2

 


PROJEKTBESCHREIBUNG


Das Bürohaus auf dem letzten verfügbaren Bauplatz an der Lassallestraße, unterteilt in drei Bauabschnitte, ist konzipiert als ‚Superblock‘, der den gesamten Bauplatz von 125 m x 128 m umfaßt. Die architektonische Gliederung des Gesamtvolumens basiert auf einem städtebaulichen Leitprojekt - Ergebnis eines Gutachterverfahrens - sowie der daraus entstandenen vorgeschriebenen Höhenentwicklung.

Die Schauseite der Lassallestraße ist vom ersten zum vierten Stockwerk als siebbedruckte structural-glazing-Fassade, in dieser Art die größte Österreichs, konzipiert. Drei jeweils 12 m hohe schrägverglaste Einschnitte markieren die (möglichen) drei Haupteingänge. Der markante schildförmig gekrümmte Bauteil des 7. und 8. Geschosses, ebenfalls in structural-glazing-Ausführung, erscheint auf schrägen Stützen als schwebender Bauteil. Damit wird dem Gebäude ein betont dynamisches zukunftsweisendes formales Erscheinungsbild gegeben, das zu hoher Identifi kation der Benutzer mit ihrem Haus führen soll. Die seitlichen und rückwärtigen Fassaden beziehen aus dem Wechsel von räumlich versetzten Fensterbändern und blau emaillierten Parapeten, im Zusammenspiel mit der zum Teil höhenversetzten Sockelzone mit bedruckten Glaspaneelen, ein einheitliches aber ausdrucksstarkes Erscheinungsbild. Weit auskragende Vordächer markieren drei weitere Eingänge von Harkort-, Walcher- und Radingerstraße.

Die insgesamt 8-stöckige Bebauung umschließt mit jeweils 18,50 m Trakttiefe (nutzbar als Zellen-, Großraum-, Kombibüro) als Blockrandbebauung mit vier eingeschobenen Hofblöcken, ein riesiges vollkommen ruhiges und begrüntes Atrium. Für den Großnutzer „Jet to web“ wird im Innenhof eine 87,0 x 17,5m große Halle errichtet, die mit ihrer segmentbogenförmigen, transparenten Dachhaut eine beeindruckende Stahltragwerkstruktur erkennen läst, Funktional verbindet die Halle die zukünftige zentrale Eingangslobby bis zum 632 Personen fassenden Restaurationsbereich mit angegliedeter Kochküche. Orthogonal auf den gläsernen Baukörper orientiert sich ein silbern-schimmerndes aluverkleidetes Auditorium für 494 Personen, das multifunktional verwendet werden kann. Gleichzeitig verknüpfen diese Erschließungshallen verschiedene Bauteile miteinander und ermöglichen damit die Vernetzung von großorganisierten Nutzerbereichen zu überschaubaren, perfekte Orientierung bietenden Strukturen mit kürzesten Wegverbindungen.

Die Strategie des Entwurfes ist, ein gesamtes architektonisches Erscheinungsbild zu defi nieren, das sowohl für einen einzigen Großnutzer, als auch für mehrere kleinere Einheiten eine überzeugende Identität vermittelt. Die Großform des Superblocks wird somit (ähnlich dem Erscheinungsbild eines Hochhauses) zu einer wahrnehmbaren Symbolfi gur, die unterschiedliche Nutzer integriert. Die innere Organisation des Gebäudes ist bausteinmäßig auf die größtmögliche Nutzungsvielfalt und Größenvariabilität ausgelegt.