Tiefenspeicher
Uni Wien
Ort: Wien
Jahr: 2000

Kategorie                                 Öffentliche Bauten
Bauherr BIG Bundesimo. Ges.
Ort Wien
Jahr 2000

PROJEKTBESCHREIBUNG


Symbolkräftige Großform im Erscheiningsbild
Nicht Bauwerk sondern Landscape Building
Keine Konkurrenz zur starken symmetrischen Figur der bestehenden Uni-Bibliothek
Transparenz entmaterialisiert das Raumvolumen
Ablesbarkeit des Funktionsgeschehens im Inneren
(selektiver) Einblick in den Tiefenspeicher gibt Vorstellung der Mächtigkeit der gesammelten Bücher
Offen gezeigte Funktionsweise der Buchförderanlage zeigt Intensität des Nutzungsgrades
Gegensatz: Ehrfurcht einflößendes Uni-Gebäude, wo bei Mäuseloch die Menschen verschwinden versus gläserne Hülle, die Betriebsamkeit zeigt, Funktionen ablesbar macht und Schwellenangst nimmt
Definition eines neuen (zweiten) Haupteinganges mit eindeutiger Zeichenhaftigkeit
Grosszügige Foyersituation, behindertengerecht erreichbar, als neue Verteilerdrehscheibe zu Audi-Max - Bibliothek
Orts- und Fernleihe dem Tiefenspeicher zugeordnet - als stark frequentierte Bereiche gleich beim Foyer (dem Nutzer entgegen kommend)
Ein- und Durchblicke animieren die transparente Hülle zu betreten
Der ‚Eisberg‘ lässt sich bis unter die Reichsratstrassen (Wasser) - Linie in den Bauch schauen und zeigt seine Schätze
Wirkungsvoller baulicher Sonnenschutz und gleichzeitig sinnvolles Nutzen des kühlen Tiefenspeichers ermöglicht innovative Haustechnikkonzepte
Respekt vor dem denkmalgeschützten Bestand durch Vermeiden von baulicher Konkurrenz (gläserne Hülle)
Abrücken des Neubaus und unterirdische Verbindung, um Bestandsfassade nicht zu verletzen

ENTWURFSPARAMETER ZUR FUNKTIONSSANIERUNG BESTAND

Zentrale Erschliessung über neues Foyer, behindertengerechter Lift bis zur Leseebene
Grosse Infoscreens geben Orientierung und übernehmen Wegleitfunktion
Veränderung des denkmalgeschützten Bestandes nur wo unbedingt wegen Funktionssanierung notwendig
Integration und Renovierung von qualitätsvollen Umbauten von Boltenstern und anderen
Neuorganisation der Funktionen nach folgenden Kriterien: optimierte Benutzerbereiche, Kürzeste Wegführung, erweiterte Buchmagazine, natürliche Belichtung
Konstruktion neuer Decken und Stiegen in Stahlbeton
Zwischen Mauerwerk entsprechend buaphysikalischen und statischen Erfordernissenverputzt und weiss gefärbelt
Aus bauphysikalischen Gründen Teppichböden in Lesebereichen und gelochte Holz- bzw. stoffbespannte Deckenpaneele mit integrierten Lichtsystemen